Unterirdische Lagerung von CO2
(Fachbegriff CCS - Carbon Capture & Storage)
Seit die Pläne bekannt sind, in den Amtsbereichen Schafflund, Südtondern und Mittleres Nordfriesland den Klimakiller CO2 unterirdisch einzulagern, schlagen die Wellen in der Region hoch. Hier eine neutrale Übersicht zur schnellen Information mit Argumenten, Chronologie und Terminen.
Vorweg der aktuelle Stand der Dinge (26.8.2010):
Rwe Dea hat sich vom anfangs angekündigten Zeitplan, ab 2015 CO2 im Norden einzulagern, verabschiedet. Der Grund: Im Herbst 2009 wurde bekannt, dass die EU das CCS-Pilotprojekt in Brandenburg fördern will. Diese 180-Millionen-Euro-Förderung ist nur für ein Projekt in Deutschland vorgesehen. Daraufhin signalisierte RWE Dea, in Schleswig-Holstein vorerst nicht tätig zu werden, weil sich CCS ohne massive Zuschüsse momentan nicht lohnt. Dennoch sind die Anträge zur Untersuchung des Untergrundes in der Region Schafflund nicht zurückgenommen. Möglicherweise will RWE Dea gegenüber den Aktionären nicht rechtlich angreifbar sein und nicht den Anschein erwecken, man gebe freiwillig ein gewinnversprechendes Vorhaben auf. So hatte es zumindest Ministerpräsident Carstensen im Frühjahr 2010 auf einer Diskussionsveranstaltung erklärt. Offiziell ist das Projekt nur auf spätere Zeiten verschoben. Prof. Hohmeyer von der Uni Flensburg vermutet, dass RWE den Anspruch auf die Region als strategische langfristige Option behalten möchte. RWE Dea habe Schleswig-Holstein durch Probebohrungen für Öl bereits weitgehend vermessen und die Deckschichten böten eine vergleichsweise gute Qualität. Zwischen 2020 und 2030 könnte bei Kohlekraftwerksneubauten der Punkt erreicht sein, an dem Emissionszertifikate teuerer als die Mehrkosten für CCS werden, später für nachgerüstete Kraftwerke. Dann könnte das Projekt wieder interessant werden.
2009 scheiterte der erste Gesetzentwurf für CCS u.a. am Widerstand Schleswig-Holsteins. Der zweite Gesetzentwurf ist seit Juli 2010 öffentlich bekannt, ein gemeinsamer Entwurf vom Bundeswirtschafts- und Umweltministerium. Obwohl Umweltminister Röttgen eine so genannte Länderklausel angekündigt hat, fehlt diese. Länderklausel bedeutet: die Schleswig-Holsteinische (oder jede andere) Landesregierung könnte allein entscheiden, ob in dem jeweiligen Bundesland CCS gemacht wird oder nicht. Der Gesetzentwurf beinhaltet komplizierte Planverfahren, die einen gewissen Einfluss bieten. Dies gibt nach Einschätzung von Bürgerinitiative, Kommunalpolitik und aber Landesregierung keine Rechtssicherheit. Bis Ende September 2010 besteht nach Angaben von Wirtschaftsminister De Jager noch die Chance, das Gesetz nachzubessern. Dazu laufen Anhörungen in Berlin.
Umstritten ist die Frage, inwieweit das neue Gesetz tatsächlich nur auf Forschungsanlagen zielt. Der Sachverständigenrat für Umweltfragen hatte dies nach dem ersten Entwurf 2009 gefordert. Tatsächlich scheint es auf Brandenburg zugeschnitten zu sein. Forschungsanlagen werden dabei aber groß dimensioniert, kritisiert die Bürgerinitiative. 2017 soll nach den gewonnenen Erfahrungen entschieden werden, ob CCS im großen Stil kommt oder nicht. Dann soll das Gesetz überarbeitet werden.
CCS- ein Überblick:
Der Untergrund in ganz Norddeutschland käme theoretisch für die unterirdische Lagerung von CO2 in Betracht. Planungen für Tests gibt oder gab es bisher in
Das umstrittene Projekt der RWE Dea in Nordfriesland/Schafflund, wie es ursprünglich geplant war:
Argumente dafür:
Motivation der Befürworter:
Kritik an CCS und Kohlekraft
Kritik speziell am Projekt in Nord-SH
Kritik am Gesetz (Sachverständigenrat Umwelt)
Massive Ablehnung vor Ort
Politische Gegner (bezogen auf SH):
Politische Debatte Befürworter
Motivation für eine schnelle Verabschiedung des Gesetzes:
Bau der 520 km - Pipeline durch ganz Norddeutschland
Voruntersuchungen:
Eigenschaften von CO2:
Gefahr durch das Projekt:
Alternativen
Wahlkampf:
Aussagen RWE Dea:
Chronologie
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27.7.2007 |
RWE Dea stellt IFM Geomar Forschungsgelder von 3,5 Millionen Euro in Aussicht |
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12.3.2008 |
Landesregierung SH stellt "gemeinsames Projekt" mit RWE Dea vor. Startschuss mit Austermann und von Boetticher, erstmals Nordfriesland und Ostholstein genannt, Forschungsvorhaben mit IFM-Geomar |
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Mitte 2008 |
Wirtschaftsminister Marnette nennt im NDR-Interview die Region Niebüll, er betont: CO2 sollte aus Kraftwerk in Brunsbüttel kommen |
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2.10.2008 |
SPD-Umweltforum SH lehnt CCS ab |
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Dez.2008 |
Europäisches Parlament veanbschiedet CCS-Reichtlinie. Zustimmung Europarat steht noch aus. Danach erst Umsetzung in Mitgliedsstaaten innerhalb von 2 Jahren nötig |
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2009 |
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23.1. |
SPD-Bundesumweltminister Gabriel bekennt sich zu CCS auf CCS-Kongress in Berlin , Gabriel will aber "eigenes Rechtsinstitut" für CCS, Bergrecht sei nicht geeignet |
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Ende Januar |
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21.3. |
SPD-Landesparteitag SH lehnt CCS ab |
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1.4. |
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11.4. |
Jusos SH kritisieren CCS-Gesetzentwurf |
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29.4. |
RWE Dea informiert erstmals Bürgermeister im Amt Südtondern, viel Skepsis, Unverständnis über kurze Frist für Stellungnahme (zunächst bis Ende Mai, dann bis 20.7. verlängert) |
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2.5. |
Wirtschaftsministerium SH bestätigt dem NDR auf Nachfrage: Genehmigung für seismische Untersuchungen in Schafflund/Südtondern und Ostholstein erteilt, erstmals das genaue Gebiet eingegrenzt, von hier an regelmäßige Berichte auf der NDR 1 Welle Nord |
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6.5. |
Stellungnahme des Sachverständigenrats für Umweltfragen : massive Kritik am Gesetzentwurf (Haftung/Bevorzugung/Subventionen/Gefahren), Gesetz "nicht gerechtfertigt", stattdessen sollte nur ein Forschungsgesetz verabschiedet werden |
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6.5. |
RWE Dea informiert erstmals Bürgermeister im Amt Schafflund, erneut Skepsis |
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7.5. |
Landtag SH, Antrag SSW: Projekt in NF einstellen, Überweisung an Wirtschaftsausschuss |
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7.5. |
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14.5. |
RWE Dea: erste Presseinfo in Schafflund, Ankündigung mehrerer 1000 Sprengungen zur seismischen Untersuchung der Region |
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14.5. |
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14.5. |
Schleswig-Holsteinischer Zeitungsverlag beginnt mit regelmäßigen Berichten |
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15.5 |
Bundesrat: Kritik am Gesetzentwurf Haftung/Geothermie, SH/MV/NDS/BRA scheitern mit Forderung nach Speicherabgabe |
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17.5. |
FDP beschließt Wahlprogramm: Neue Kohlekraftwerke nur mit CCS. |
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19.5. |
Gründung der Bürgerinitiative |
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24.5. |
BDI (Bundesverband Deutscher Industrie) drängt auf schnelle Verabschiedung des CCS Gesetzes: Zukunftstechnologie, Wachstum, Arbeitsplätze |
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25.5. |
IZ-Klima (Infozentrum "klimafreundliches Kohlekraftwerk" der Kohlelobby): Stein- und Braunkohle schneidet bei sozialen Kosten besser als Photovoltaik ab (Verweis auf NEEDS-Studie der EU) |
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25.5. |
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25.5. |
Bundeskanzlerin Merkel spricht sich bei Wahlkampfauftritt in Flensburg für CCS aus, BI ist mit zahlreichen Plakaten anwesend |
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26.5. |
Insel- und Halligkonferenz: starke Bedenken |
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26.5. |
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26.5. |
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Anfang Juni |
Gabriel plädiert dafür, dass neue Kohlekraftwerke nur noch mit CCS gebaut werden (taz) |
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3.6. |
Anhörung des Kreises Nordfriesland mit RWE Dea, Prof.Dahmke (Uni Kiel / CCS-Forschungsprojekt), BUND, Ökoinstitut und Umweltbundesamt, 300 Zuhörer |
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3.6. |
Veranstaltung der BI in Enge-Sande mit dem Klima- und Energieexperten Prof. Hohmeyer (IPCC / Uni FL): 1000 Besucher, von denen einige wegen Überfüllung aber wieder gehen müssen. Hohmeyer lehnt dort und auf der NDR 1 Welle Nord das Projekt ab. Er warnt, ganz Norddeutschland könne zum CO2-Lager werden |
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3.6. |
MP Carstensen SH (CDU) in Kaiser-Wilhelm-Koog vor Vertretern der Energiewirtschaft: Bekenntnis zum Kohlekraftwerk Brunsbüttel und zu CCS, wenn "Wertschöpfung" in Schleswig-Holstein stattfinde |
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3.6. |
BUND-Veranstaltung im Leck Huus, gut besucht |
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4.6. |
RWE Presseinfo: CCS würde Druckluftspeicher nicht gefährden, Ankündigung weiterer Infoveranstaltungen |
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5.6. |
Titelthema in allen Ausgaben des Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlags |
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8.6. |
Infoveranstaltung des Amtes Mittleres NF in Bredstedt mit RWE, BUND, BWE (Windkarftverband), Wasserverband Nord und Prof. Hohmeyer: 600 Zuhörer, zahlreiche Berichte der NDR 1 Welle Nord |
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8.6. |
Wasserverband Nord spricht sich erstmals gegen das Projekt aus |
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8.6. |
erste Montagsdemo in Niebüll: 80 Teilnehmer |
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9.6. |
SPD-Veranstaltung in Schafflund mit Wodarg (SPD-MdB-FL) und Schulz (energiepolitischer Sprecher SPD-SH), 200 Zuhörer |
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10.6. |
Kreistag Schleswig-Flensburg einstimmig gegen Projekt (TOP22) , regionale CDU ändert kurz vor der Sitzung ihren Antrag von "ergebnisoffener Prüfung" zur Ablehnung |
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10.6. |
Bauernverband SH gegen das Projekt: allgemeine Gefahren, Imageschaden für regionale Produkte, Konkurrenz zu alternativen Energien befürchtet, RWE Dea soll Betretungsrecht verweigert werden |
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10.6. |
BUND-SH: "CDU will Enteignungen für CO2-Pipelines vereinfachen" |
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10.6. |
TV-Bericht im NDR Schleswig-Holstein-Magazin, NDR 1 Welle Nord Ü-Wagen in Schafflund |
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10.6. |
RWE Dea Infoveranstaltung in Schafflund, 500 Zuhörer, Proteste |
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10.6. |
RWE Power: Bau von 5 Kohlekraftwerken in NRW schafft während der Bauphase 18.400 Arbeitsplätze |
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10.6. |
EU legt Gesetzentwurf zur Cofinanzierung von
CCS vor
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10.6. |
Von nun an täglich mehrere Berichte im Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlag |
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11.6.(?) |
Kirchenvorstand Leck beschließt, RWE Dea Zugang zum Kirchenland für Messungen zu verweigern |
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14.6. |
SPD-Bundesparteitag verabschiedet Regierungsprogramm für CCS (Seite 19-21), wenngleich der CO2-Wiederverwertung Vorrang eingeräumt werden soll |
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14.6. |
Ministerpräsident Carstensen wird auf einer CDU-Veranstaltung auf dem Stollberg bei Bredstedt mit CO2-Protesten konfrontiert ( hier ein YouTube Video, Ton leider kaum verständlich ) |
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14.6. |
NDR 1 Welle Nord Spezialsendung "Zur Sache" mit RWE, Bauernverband und Höreranrufen: ausschließlich Ablehnung |
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15.6. |
Montagsdemo in Niebüll: 300 Teilnehmer |
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15.6. |
Offener Brief von 13 Bürgermeistern an Merkel und Carstensen: Ablehnung und massive Bedenken |
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15.6. |
Resolution des Kreises Nordfriesland gegen Projekt (von allen 7 Fraktionen) |
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16.6. |
SPD-Bundestagsfraktion diskutiert über das Thema. Laut Wodarg (SPD-MdB aus Flensburg) sei die Fraktion dagegen, das Gesetz vor der Sommerpause zu verabschieden. Andere Stimmen aus der SPD sprechen sich jedoch dafür aus |
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16.6. |
MP Carstensen SH (CDU): CCS sollte nicht gegen den Willen der Bevölkerung durchgesetzt werden |
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16.6. |
CDU nimmt CCS-Gesetz von der Tagesordnung des Bundestags am 19.6. wegen Protesten aus SH (Druck von Carstensen) und Eigentumsfragen (CSU) |
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17.6. |
Landtag SH beschließt, dass SH das geplante CCS-Gesetz im Bundesrat ablehnen soll |
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17.6. |
Start von kirchlichen Andachten zum CO2-Lager in Leck, künftig immer mittwochs geplant |
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17.6. |
Demo vor dem Landtag SH: 80 Teilnehmer |
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17.6. |
Bürgerinitiative übergibt in Berlin 25.500 Unterschriften aus SH und 10.000 aus Brandenburg an Künast (Grüne), Wodarg (SPD), Liebing (CDU) und Börnsen (CDU) |
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17.6. |
Liebing (CDU-MdB NF) fordert im NDR ergebnisoffene Prüfung, aber kein Projekt gegen Widerstand der Bevölkerung |
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18.6. |
Bischof Ulrich mit Appell gegen CO2 Lager: Bewahrung der Schöpfung, auf regenerative Energien setzen |
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18.6. |
Resolution der Stadt Niebüll gegen CCS |
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18.6. |
RWE Dea sagt Infoveranstaltung in Lütjenholm wegen der "aktuellen politischen Lage" ab, "verschoben" ohne neuen Termin |
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20.6. |
MP Tillich (Sachsen) warnt vor Scheitern des CCS-Gesetzes: Braunkohlewirtschaft bedroht |
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21.6. |
ARD: Bericht aus Berlin mit Interview Kauder(CDU) |
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21.6. |
Gabriel zuversichtlich, dass CCS-Gesetz in veränderter Form beschlossen wird, sieht in Deutschland nur Bedarf für "zwei oder drei Demonstrationsprojekte", ansonsten "Technik für den Export" |
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22.6. |
SH-MP Carstensen (CDU) fordert Stopp des CO2-Gesetzes |
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22.6. |
NRW-MP Rüttgers (CDU) im WDR für CCS-Gesetz |
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22.6. |
Montagsdemos in Niebüll, Wyk und Leck: 350 Teilnehmer, auch Landwirte mit Schleppern dabei |
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23.6. |
Merkel: für CCS-Gesetz, Verabschiedung vor dem Sommer aber ungewiss |
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23.6. |
SPD-Fraktionsvorsitzender Kälber kritisiert CDU wegen Rückzug, fordert aber Bedingungen wie "Rücklage für die Ewigkeitskosten" |
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23.6. |
Gabriel: harte Kritik an CDU, weil Verabschiedung am 3.7. unwahrscheinlicher wird. CDU würde Gesetz nach Bundestagswahl verabschieden und Bürgerbeteiligung streichen, die die SPD angeblich im geänderten Entwurf verankert hat. |
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24.6. |
Bundes-CDU erklärt, sie wolle das Gesetz nicht vor der Sommerpause verabschieden, weil der veränderte Entwurf verwässert sei. |
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24.6. |
Bürgerinitiative sagt daraufhin die für den 4.7. geplante Großdemonstration in Stadum/Hörup ab. |
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25.6. |
Infoveranstaltung Friedrich-Ebert-Stiftung in der Nordsee-Akademie Leck mit SPD-Bundestagskandidat Fecke, Riewerts (Wind), Schäffer (SPD alternativer Nobelpreis) |
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25.6. |
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28.6. |
Bundes-CDU beschließt Regierungsprogramm: CCS kann "einen wichtigen Beitrag" leisten |
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29.6. |
Infoveranstaltung des Amtes Südtondern (19h, Dänische Schule Leck) mit RWE / Seismik |
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1.7. |
Infoveranstaltung Kreis Schleswig-Flensburg in Schafflund mit Prof.Hohmeyer, Staatssekretär de Jager (Wirtschaftsministerium), Prof. Dahmke (Uni KI), Buszubringer aus Medelby, Großenwiehe, Flensburg und Niebüll, 1400 Teilnehmer |
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9.7. |
Infoabend Kreislandfrauen NF, Wanderup mit RWE und Hohmeyer, volles Haus |
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13.7. |
Infoveranstaltung des Amtes Südtondern (Stadthalle Niebüll), voller Saal mit 400 Zuhörern, RWE-Sprecher Lagies hält Sprengungen derzeit nicht für machbar |
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15.7. |
CDU-Landtagsfraktion beschließt Koalitionsbruch in Schleswig-Holstein |
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16.7. |
Frist für Stellungnahme der Gemeinden ausgesetzt (zunächst Mitte Juni, dann 20.7., jetzt ohne Frist) |
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ca. 20.7. |
CDU plakatiert in der Region Botschaft an RWE Dea, aus dem Projekt auszusteigen |
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ca. 20.7. |
SPD-Landtagskandidatin und ex-Ministerin Trauernicht startet Aufkleberkampagne gegen CCS |
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14.8. |
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16.9. |
Bundesministerium für Forschung stoppt Projekt zur CCS-Grundlagenforschung (15 Millionen Euro Fördergelder) |
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27.9. |
Bundestags- und Landtagswahl mit Mehrheiten für CDU und FDP |
danach: Koalitionsvertrag für CCS, EU-Entscheidung für Brandenburg, RWE Dea legt Projekt in SH auf Eis, Umweltminister Rötgen will CCS-Gesetz auf Versuchsanlage in Brandenburg zuschneiden.
2010
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26.6. |
Bundesumweltminister Röttgen spricht am Rande der Feiern zu 40 Jahre CDU Kreisverband Nordfriesland mit der Bürgerinitiative. Seine Aussage: Kein CCS gegen den Willen des betroffenen Bundeslandes |
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14.7. |
Röttgen und Brüderle präsentieren Eckpunkte zum neuen CCS-Gesetzentwurf ohne Länderklausel (Dokument bereitgestellt von Oliver Krischer, Grüne) |
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19.8. |
Jost De Jager (Wirtschaftsminister SH) fordert im NDR Nachbesserungen am Gesetzentwurf, insbesondere die Länderklausel. Er setzt auf Verhandlungen, notfalls werde SH im Bundesrat aber das Gesetz ablehnen. |
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24.8. |
Landrat Harrsen (Nordfriesland) und die Amtsvorsteher von Südtondern, Mittleres Nordfriesland und Schafflund kündigen Protest an. Offene Briefe an MP Carstensen und Röttgen mit detaillierter Kritik am neuen Gesetzentwurf. |
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27.8. |
Anhörung zum Gesetzentwurf im Bundeswirtschaftsministerium in Berlin. BI nicht eingeladen, aber indirekt über einen Umweltverband vertreten. |
Weitere Daten beinhaltet die Übersicht der Bürgerinitiative.